STROM SPAREN NICHT NUR ZUR EARTH HOUR

Wer nachhaltige Blogs liest hat vielleicht schon mitbekommen, dass übermorgen wieder die Earth Hour stattfindet, ein jährliches Ereignis bei dem Millionen von Menschen ein Zeichen setzen, indem sie für eine Stunde den Strom abschalten. Der Anblick ganzer Städte, deren Lichter erlöschen, ist jedes Jahr wieder eindrucksvoll und erinnert an eines der bedeutenden Probleme unserer Zeit: unseren wachsenden Energieverbrauch.

Um nicht nur zur Earth Hour sondern auch im Alltag einen Anteil zur Lösung dieses Problems zu leisten, präsentiere ich euch heute fünf einfache Tipps, wie ihr im Alltag Energie sparen könnt, ohne dabei auf Lebensqualität verzichten zu müssen.

 

  1. Abschaltbare Steckerleisten um Standby-Modi zu vermeiden: Moderne Haushaltsgeräte von Fernseher bis Wasserkocher verbrauchen oft erstaunlich viel Energie, während sie "ausgeschaltet" sind. Zumindest bei längerem Nichtgebrauch (etwa über Nacht) empfiehlt es sich daher, diese Geräte von der Stromzufuhr zu trennen (etwa durch abschaltbare Steckerleisten). Ich empfehle dabei bei den Steckerleisten nicht zu sparen, da es hier große Unterschiede in der Lebensdauer gibt - es zahlt sich also aus, etwas teurere und dafür langlebigere Steckerleisten zu kaufen.
     
  2. Effizientes Kochen: Für das Essen macht es keinen Unterschied, ob das Kochwasser wild brodelt oder nur leise vor sich hin köchelt - das Wasser hat in jedem Fall 100 °C und gart das Essen gleich gut. Sobald das Wasser also kocht, sollte man den Herd entsprechend zurückdrehen. Die letzten Minuten des Kochens können (je nach Herdart) auch bei ausgeschaltetem Herd erfolgen - Herd, Topf und Wasser sind noch heiß genug. Außerdem vermeidet man unnötigen Energieverbrauch, indem die benutzten Kochtöpfe (inkl. passenden Deckel) das Kochfeld komplett bedecken.
     
  3. Wasserkocher und Mikrowelle: Auch wenn viele Menschen eine Abneigung gegen Mikrowellenherde haben, vom Umweltstandpunkt steht fest: Wasserkocher und Mikrowellen sind in vielen Situationen weitaus energiesparender als das Erhitzen im Kochtopf. Für Mikrowellen gilt: Je weniger Gargut, desto größer der Vorteil - ab etwa einem halben Liter beginnen die Vorteile des Kochtopfs wieder zu überwiegen.
     
  4. Waschmaschine und Geschirrspüler nur voll benutzen: Waschmaschinen und Geschirrspüler sind tolle Haushaltshilfen. Sie ersparen nicht nur mühsame Handarbeit, sie sparen dabei auch noch Energie, da sie wesentlich effizienter arbeiten, als es eine Handwäsche wäre. Wichtig ist dabei allerdings, dass die Geräte nur bei entsprechendem Füllstand eingeschaltet werden, da der Energiebedarf (fast) unabhängig von der Wäsche- bzw. Geschirrmenge ist.
     
  5. Nur kalt in den Kühlschrank / Tiefkühler: Dass Kühlschrank und Tiefkühler äußerst praktisch und aus den meisten Haushalten nicht wegzudenken sind, ist wohl unbestritten. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass auch sie beträchtliche Mengen an Energie verbrauchen, die durch sachgemäße Benutzung oft deutlich reduziert werden können. So sollten etwa Speisen erst hineingestellt werden, wenn sie auf Raumtemperatur abgekühlt sind (im Winter können sie sogar auf dem Balkon vorgekühlt werden). Eine weitere Möglichkeit ist, Gefrorenes zum Auftauen in den Kühlschrank zu legen. So dauert das Tauen zwar etwas länger, dafür nimmt man dem Kühlschrank etwas seiner Arbeit - und seines Energiebedarfs - ab.

Bleibt mir noch euch eine schöne Earth Hour zu wünschen. Das Wetter soll ja sehr schön werden - es könnte sich also lohnen, bei verminderter Lichtverschmutzung Sterne anzuschauen.

Earth Hour: Samstag, 25. März 2017, 20:30 bis 21:30 Uhr