TAKE ACTION - MÜLL IN DER KÜCHE

Jeder von uns kennt ihn, den Weg runter zu den Mülltonnen, aber wer von euch hat schon einmal darauf geachtet wie sich der Inhalt zusammensetzt?

Gerade in der Küche kann man viel Müll vermeiden, in dem man nur die Zutaten kauft, die für die nächsten Tage auch gebraucht werden (auch wenn man dafür eventuell ein bisschen öfter einkaufen geht) und so ungenützte Lebensmitteln nicht schlecht werden lässt. Hier sei angemerkt, dass ein überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum nicht automatisch Ungenießbarkeit heißt, im Gegenteil: Fast immer kann das Produkt auch Tage oder sogar Wochen danach noch bedenkenlos verwendet werden. Vertraut hierbei eurem Seh-, Geschmacks- und Riechsinn!

Schon bevor die Lebensmittel nach dem Einkauf in eurem Kühlschrank oder eurer Speis ihren neuen Platz finden, kann viel Müll reduziert werden.

Zero Waste Einkauf

Hier meine Top 5:

  • Lebensmittel am Markt oder in Geschäften kaufen, die auf Verpackungen verzichten (dort könnt ihr nicht nur Obst und Gemüse lose einkaufen, sondern auch Getreide, Öle, Tee, Gewürze ganz ressourecenschonend kaufen).
  • Baumwollsäckchen und Gläser in verschiedenen Größen zum Einkauf mitnehmen um die lose Ware abwiegen und gut transportieren zu können.
  • Im Supermarkt einfach mit Kreide die Artikelnummer auf den Baumwollsack schreiben und schon spart ihr euch das Etikett der Waage.
  • Saisonale Ware kaufen - das bereichert nicht nur euren Speiseplan, sondern hilft euch auch dabei, dass die Lebensmittel länger halten. Ware aus dem Glashaus schmeckt meistens nach viel weniger oder nach überhaupt nichts und verdirbt um einiges schneller.

    Den schönsten mir bekannten Saisonkalender für Obst und Gemüse hat Greenpeace mit künstlerischen Fotos von Kathrin Koschitki herausgegeben. Wer sich diese Variante nicht zulegen möchte kann selbstverständlich auch die kostenlose Version von Utopia verwenden um sich einen Überblick zu verschaffen.
     
  • Verzichtet auf Einkaufstaschen aus Plastik und Papier. Es gibt mittlerweile schon so viele schöne Baumwolltaschen (sie werden einem im Moment von ganz vielen Firmen und Organisationen geschenkt) in verschiedenen Größen die sichproblemlos zur Alltags-Einkaufstasche umgestalten lassen. Am Besten immer eine mit in eure Tasche oder Rucksack packen, so könnt ihr auch spontan Kleinigkeiten besorgen ohne dafür extra eine Tragtasche zu kaufen.
Tee unverpackt gekauft

Richtige Aufbewahrung ist das A & O, lest euch deswegen unbedingt den Guide vom "Ministerium für ein lebenswertes Österreich" durch, bevor ihr zu Hause angekommen die frischen Lebensmittel verstaut.
Statt Papierservietten die ihr nach jeder Mahlzeit zusammenknüllt und im Müll landen lasst, könnt ihr für jedes Familienmitglied 2-3 Stoffservietten mit einem Muster oder mit Namen bestickt organisieren und während eine gewaschen wird, die anderen verwenden. Strohhalme aus Plastik können welchen aus Edelstahl weichen, die mit einer dazugehörigen Bürste ganz leicht gereinigt werden können.

Stoff für Stoffservietten

Tipp: Ihr spart auch Zeit, wenn ihr zum Beispiel die doppelte Menge an Essen kocht und euch am nächsten Tag etwas davon mit in die Arbeit nehmt. Hier sollte man jedoch darauf achten, dass sich im Kühlschrank nicht zu viele fertigen Speisen sammeln und man deswegen nicht dazu kommt sie zu genießen bevor sie verderben und weggeschmissen werden müssen.

Wo wir gerade bei dem Thema sind: Mülltrennung hilft ebenso die Umwelt zu schonen. Ob Restmüll, Papier, Glas, Metall, Plastik oder Dinge für die Biotonne, idealerweise sollte wirklich alles getrennt und entsprechend entsorgt werden.

Müllvermeidung

In letzer Zeit entwickeln immer mehr Firmen möglichst nachhaltige Alternativen für die Abfallwirtschaft, die man mit einem bisschen Suchen schon in jedem Supermarkt oder Drogeriemarkt finden kann. Merkur hat seit kurzer Zeit z.B.: Müllsäcke aus 100% Recyclingmaterial (die meisten Marken die ich bis jetzt gefunden habe haben maximal zwischen 75% und 90% Recyclinganteil). Wer bei Küchenrolle nicht auf Stofftücher umsteigen möchte, kann auf ungebleichte Küchenrolle aus Recyclingpapier oder Putzschwämme aus Schwammresten (aus dem Zuschnitt) zurückgreifen. 

Ihr seht, es gibt gute Alternativen, wenn man die Augen offen hält.

Putzutensilien