MÜLLVERMEIDUNG - der Weg zum MINIMAL Waste Lifestyle

 

Täglich produzieren wir Unmengen an Müll, ein großer Teil davon besteht aus Plastik. Ob Sackerl, Kanister, PET Flaschen oder Mikroplastik, dieses sehr langlebige Material landet in unseren Meeren und sammelt sich dort zu Plastikinseln von enormen Ausmaßen an. Das hat drastische Folgen für unsere Ozeane und alle, die darin leben. Hier findet ihr eine ausführliche Zusammenfassung aller relevanten Informationen zum Thema Plastik im Meer. Ich möchte euch im Laufe dieses Jahres einige Idee zeigen, wie ihr selbst, ohne großen Aufwand, euren Müll reduzieren könnt. Nachdem ich aus eigener Erfahrung weiß, dass neue Gewohnheiten mindestens 30 Tage benötigen bis wir sie als Routine abspeichern können, bekommt ihr hier alle zwei Monate ein neues Thema mit dem ihr euch auseinandersetzen könnt.


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  • Task 1 = Müllminimierung im Bad

Nicht nur Gegenstände aus neu erzeugtem Papier und Plastik, wie z.B die Zahnbüste, können durchressourcenschonendere (z.B. Bambuszahnbürste) ersetzt werden, auch handelsübliche Zahnpasta, Peelingcremes und ähnliche Kosmetikprodukte, denen Mikroplastik beigemengt wird um die erwünschte Reibewirkung zu erzeugen, können aus dem Badezimmer weichen um Platz für nachhaltige Alternativen zu machen. 

Mit einem Klick auf das Bild könnt ihr das PDF öffnen!

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Bei Mikroplastik handelt es sich um kleine Plastikteilchen. Sie stammen entweder von bereits zerfallenen Plastikgegenständen oder von in der Kosmetikindustrie eingesetzten und extra hergestellten Plastikpartikeln. Kläranlagen können das winzige Mikroplastik nicht herausfiltern. So gelangt es über die Flüsse ins Meer und in die Nahrungskette, womit es letztendlich wieder zum Menschen zurückkehrt. Mikroplastik konnte unter anderem schon in Leitungswasser, Fischen und Muscheln nachgewiesen werden. Die Wirkung auf den menschlichen Organismus ist noch weitgehend unerforscht. Es ist jedoch bekannt, dass Plastik Giftstoffe im Wasser anzieht und sie an sich bindet. Bei Muscheln und Fischen wurden durch die Aufnahme von Mikroplastik bereits Leberschäden und Entzündungen nachgewiesen. Bei entsprechender Konzentration ist beim Menschen von einer ähnlichen Wirkung auszugehen.

Weiterführende Informationen zur Marine Debris Kampagne von Sea-Shepherd findet ihr in diesem Artikel.


 

  • Task 2 = Müllminimierung in der Küche

Jeder von uns kennt ihn, den Weg runter zu den Mülltonnen, aber wer von euch hat schon einmal darauf geachtet wie sich der Inhalt zusammensetzt?

Gerade in der Küche kann man viel Müll vermeiden, in dem man nur die Zutaten kauft, die für die nächsten Tage auch gebraucht werden (auch wenn man dafür eventuell ein bisschen öfter einkaufen geht) und so ungenützte Lebensmitteln nicht schlecht werden lässt. Hier sei angemerkt, dass ein überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum nicht automatisch Ungenießbarkeit heißt, im Gegenteil: Fast immer kann das Produkt auch Tage oder sogar Wochen danach noch bedenkenlos verwendet werden. Vertraut hierbei eurem Seh-, Geschmacks- und Riechsinn!

Schon bevor die Lebensmittel nach dem Einkauf in eurem Kühlschrank oder eurer Speis ihren neuen Platz finden, kann viel Müll reduziert werden.

Müllvermeidung in der Küche

 

Hier meine Top 5:

  • Lebensmittel am Markt oder in Geschäften kaufen, die auf Verpackungen verzichten (dort könnt ihr nicht nur Obst und Gemüse lose einkaufen, sondern auch Getreide, Öle, Tee, Gewürze ganz ressourecenschonend kaufen).
  • Baumwollsäckchen und Gläser in verschiedenen Größen zum Einkauf mitnehmen um die lose Ware abwiegen und gut transportieren zu können.
  • Im Supermarkt einfach mit Kreide die Artikelnummer auf den Baumwollsack schreiben und schon spart ihr euch das Etikett der Waage.
  • Saisonale Ware kaufen - das bereichert nicht nur euren Speiseplan, sondern hilft euch auch dabei, dass die Lebensmittel länger halten. Ware aus dem Glashaus schmeckt meistens nach viel weniger oder nach überhaupt nichts und verdirbt um einiges schneller.

    Den schönsten mir bekannten Saisonkalender für Obst und Gemüse hat Greenpeace mit künstlerischen Fotos von Kathrin Koschitki herausgegeben. Wer sich diese Variante nicht zulegen möchte kann selbstverständlich auch die kostenlose Version von Utopia verwenden um sich einen Überblick zu verschaffen.
     
  • Verzichtet auf Einkaufstaschen aus Plastik und Papier. Es gibt mittlerweile schon so viele schöne Baumwolltaschen (sie werden einem im Moment von ganz vielen Firmen und Organisationen geschenkt) in verschiedenen Größen die sichproblemlos zur Alltags-Einkaufstasche umgestalten lassen. Am Besten immer eine mit in eure Tasche oder Rucksack packen, so könnt ihr auch spontan Kleinigkeiten besorgen ohne dafür extra eine Tragtasche zu kaufen.

Richtige Aufbewahrung ist das A & O, lest euch deswegen unbedingt den Guide vom "Ministerium für ein lebenswertes Österreich" durch, bevor ihr zu Hause angekommen die frischen Lebensmittel verstaut.
Statt Papierservietten die ihr nach jeder Mahlzeit zusammenknüllt und im Müll landen lasst, könnt ihr für jedes Familienmitglied 2-3 Stoffservietten mit einem Muster oder mit Namen bestickt organisieren und während eine gewaschen wird, die anderen verwenden. Strohhalme aus Plastik können welchen aus Edelstahl weichen, die mit einer dazugehörigen Bürste ganz leicht gereinigt werden können.

Tipp: Ihr spart auch Zeit, wenn ihr zum Beispiel die doppelte Menge an Essen kocht und euch am nächsten Tag etwas davon mit in die Arbeit nehmt. Hier sollte man jedoch darauf achten, dass sich im Kühlschrank nicht zu viele fertigen Speisen sammeln und man deswegen nicht dazu kommt sie zu genießen bevor sie verderben und weggeschmissen werden müssen.

Wo wir gerade bei dem Thema sind: Mülltrennung hilft ebenso die Umwelt zu schonen. Ob Restmüll, Papier, Glas, Metall, Plastik oder Dinge für die Biotonne, idealerweise sollte wirklich alles getrennt und entsprechend entsorgt werden.

In letzer Zeit entwickeln immer mehr Firmen möglichst nachhaltige Alternativen für die Abfallwirtschaft, die man mit einem bisschen Suchen schon in jedem Supermarkt oder Drogeriemarkt finden kann. Merkur hat seit kurzer Zeit z.B.: Müllsäcke aus 100% Recyclingmaterial (die meisten Marken die ich bis jetzt gefunden habe haben maximal zwischen 75% und 90% Recyclinganteil). Wer bei Küchenrolle nicht auf Stofftücher umsteigen möchte, kann auf ungebleichte Küchenrolle aus Recyclingpapier oder Putzschwämme aus Schwammresten (aus dem Zuschnitt) zurückgreifen. 

Ihr seht, es gibt gute Alternativen, wenn man die Augen offen hält.

In Kürze folgen:


  • Task 3 = Müllminimierung am Arbeitsweg


 

  • Task 4 = Müllminimierung im Wohn- & Schlafzimmer


 

  • Task 5 = Müllminimierung im Kinderzimmer


 

  • Task 6 = Müllminimierung im Keller